Wie im vorherigen Beitrag „Controlling? Wie fange ich an?“  angedeutet, ist das Management Reporting eine der zentralen Aufgaben des Controllings und Basis für aktuelle und zukünftige Entscheidungen der Unternehmensleitung. Folglich ist die Einführung eines geeigneten Reportings kein Luxus sondern eine Notwendigkeit.

In diesem Beitrag soll nun  dargestellt werden,  wie eine Implementierung bzw. welche Grundgedanken liegen dem Reporting in einem KMU (Klein und Mittlere Unternehmen) zugrunde.

Zunächst was ist überhaupt ein KMU? Gemäß der Definition des IfM in Bonn haben kleine Unternehmen weniger als 10 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von weniger als 1 Mio. EUR. Mittelgroße Unternehmen haben nicht mehr als 500 Mitarbeiter und der Jahresumsatz steigt nicht über 50 Mio. EUR. Diese Grenzen sind nach Meinung des Autors nicht absolut zu sehen, da man nicht automatisch bei  z.B. 11 Mitarbeitern von einem mittelgroßen Unternehmen sprechen kann, selbiges gilt für mittlere Unternehmen.

Wenn sich ein Unternehmer dem Begriff „Reporting“ nähert begegnen ihm ziemlich schnell die zwei Grundsätzliche Fragen des Management-Reportings, mit deren Beantwortung auch die Grundgedanken des Reportings deutlich werden.

  1. Was gehört inhaltlich in einen solchen Bericht
  2. Wie und in welcher Form gestalte ich den Bericht

Bei der Beantwortung der 1. Frage wird dem Unternehmer schnell die Bedeutung der Ziele für ein Unternehmen deutlich.  Denn die Geschäftsleitung muss sich an Ihren selbst gesteckten Zielen intern wie extern messen lassen, daher sollte sich das Reporting auch an diesen definierten Zielen orientieren. Konkret bedeutet das, dass die Ziele in quantitative Größen umgesetzt werden müssen um deren erreichen messbar zu machen und im Falle von negativen Abweichungen Gegenmaßnahmen einzuleiten.  Bedenken Sie immer, dass die Ziele das Reporting bestimmen und nicht umgekehrt.  Mit anderen Worten die strategische Ausrichtung des Unternehmens ist die Ausgangsbasis allen Reportings.

Was die 2. Frage anbetrifft gibt es eine weitere Grundregel ,der Bericht muss dem Informationsempfänger angepasst werden, sowohl inhaltlich als auch Formal. Dies bedeutet nichts anderes als, dass das Ziel  sein muss ein empfängerorientiertes Reporting aufzubauen. Besonders in  kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)  bestehen in diesem Zusammenhang zwei wesentliche Herausforderungen. Zum einen ist es schwierig Kennzahlen zu erstellen bzw. zu bestimmen, welche die strategischen Ziele des Unternehmens repräsentieren und exakt messbar machen, da diese häufig nur rudimentär definiert sind und somit eine Kennzahlenauswahl erschweren.  Zum anderen bildet die finanzielle und personelle Ausstattung der KMU eine weitere Herausforderung, da bei jeder Kennzahl bzw. jedem Softwareformat, aufgrund der begrenzten Mittel, die Kosten-/Nutzen-Frage zu stellen ist.

Wenn die grundsätzlichen Fragen beantwortet sind, lassen sich drei Schritte einer Implementierung definieren:

  1. Bestimmung des Informationsbedarfs und Ableitung der Berichtsinhalte
  2. Erarbeitung eines unternehmensspezifischen Berichtsdesigns
  3. Implementierung des Berichts in die bestehende IT-Infrastruktur

Die drei genannten Prozessstufen werden auf wi-block.de aufgrund des Umfanges in weiteren Beiträgen detailliert erläutert.

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